Laurentianer begeistern mit dem „Leben des Brian"

Zum Abschluss der Laurentianer Kulturwochen führte der Literaturkurs der Q1 ein besonderes Stück an einem besonderen Ort auf und begeisterte das Publikum.
Was war mutiger? Eine Jesus-Satire im katholischen Sauerland aufzuführen oder ein Theaterstück im nassen Sauerland Open Air zu planen?


Das Laurentianum hat sich mit dem diesjährigen Literaturkurs unter Leitung von Verena Verspohl beiden Aufgaben gestellt und brillierte mit einer Aufführung auf dem Schlossberg. Trotz teils starkem Regen und heftigem Wind kämpften sich die Schüler*innen durch das Stück. Diesen bekannten Film hatten sie vorab selbst als Theaterstück umgeschrieben. Lukas Spindeldreher, alias Brian, mahnte in seiner Rolle das Volk an, Individualität statt Neigung zu unreflektierter Faszination zu leben. So rückte der Kurs das Thema ins Zentrum einer gesellschaftlichen Diskussion, die aktueller kaum sein könnte. Berühmte Textstellen wie „Zur Kreuzigung geradeaus - jeder nur ein Kreuz", oder „Schmeiß ihn zu Poden, den Purschen" setze der Kurs gekonnt in Szene. Und das, obwohl die Schauspieler*innen wegen des Regens ohne Technik auskommen mussten und so den Schlossberg mit der eigenen Stimme bespielten. Aber das bisschen Wetter kann doch keine Sauerländer*innen stoppen. Übrigens auch keine Zuschauer. Die tummelten sich wider der Umstände mit Schirmen und Decken eng aneinander und feuerten die Spielgruppe an. „Das war ein ganz besonderer Abend, der uns allen gezeigt hat: Auch wenn es mal in Strömen regnet oder die Dinge ganz anders kommen, als man es braucht: „Always look on the bright side of life!"