Chinesisch-AG

Ab der siebten beziehungsweise achten Klasse steht Schülern und Schülerinnen des Gymnasium Laurentianum mit Begabungen im sprachlichen Bereich die Tür zum Chinesischen offen. An einem Nachmittag pro Woche kann man hier unter der Leitung von Frau Zheng die Sprache aus dem fernen Reich der Mitte erlernen. Dies geschieht aber nicht im Frontalunterricht, sondern eher spielerisch. Manchmal guckt man Filme, natürlich auf chinesisch, oder man übersetzt einen Dialog. Einige von euch werden sich jetzt sicher fragen, ob das nicht zu schwer ist. Zu Beginn ist diese Sprache ein wenig schwerer als zum Beispiel Französisch oder Englisch, da Chinesisch nichts mit den europäischen Sprachen gemein hat und auf einem anderen Schriftsystem basiert. Aber wenn man mal die Zeichen weglässt und sich in ebendiesem, bereits erwähnten Schriftsystem bewegt, ist Chinesisch keine schwere Sprache. Außerdem hat man im Chinesischen eine vergleichsweise einfache Grammatik, sprich keine Konjugation, keine Deklination und einen einfachen Satzbau à la Subjekt-Verb-Objekt-fertig. Und wenn die fröhliche Lehrerin namens Frau Zheng an der Tafel steht, wird jede Stunde zu einem besonderen Erlebnis. Ihr Name lässt ja schon vermuten, dass sie aus China kommt. Wenn man sie nun am ersten Termin trifft, bestätigt sich dieser Eindruck: Frau Zheng ist freundlich und nicht wirklich groß, man sollte sich dennoch vor ihr in Acht nehmen: ich sage nur, klein, aber oho. Frau Zheng stammt aus Mittelchina, genauer gesagt aus einem kleinen Vorort der Hauptstadt der Provinz Shaanxi. Für chinesische Verhältnisse klein, denn Xianyang hat ungefähr 950.000 Einwohner!
Und genau in dieses „Dorf" geht es am Ende des vierten Jahres der Chinesich-AG. Von zwei Wochen Chinaaufenthalt verbringt man eine Woche in Xianyang und der benachbarten Metropole Xi'an mit acht Millionen Einwohnern. Während der ersten Woche bezieht man ein Hotelzimmer in der nördlichen Hauptstadt. Denn genau das bedeutet Bei'jing oder auf deutsch Peking. Dort besucht man die verbotene Stadt, den Sommerpalast und viele andere Sehenswürdigkeiten, aber auch eine Firma, die eng mit A+E Keller zusammenarbeitet. In der nächsten Woche stehen Besuche in mehreren Schulen und beim ersten Kaiser von China an. Der ist natürlich tot und liegt mit 8000 Terrakottakriegern im Grab. Diese gewaltige Terrakottaarmee wird natürlich auch besichtigt. Doch Xianyang zeigt uns nicht nur chinesische Sehenswürdigkeiten, sondern auch den Alltag und die Gewohnheiten von Jugendlichen in unserem Alter. Man erlebt in einer chinesischen Gastfamilie alles mit.
Alles in allem birgt die Chinesisch-AG viele neue Erfahrungen und Eindrücke, die auch im späteren Leben noch behilflich sein können. Mit Spaß und Freude wird die Sprache gut vermittelt.

(geschrieben von Lukas Spindeldreher)