Weinberg-AG

Natur erleben und vor Ort verbunden sein

Die Weinberg-AG des Gymnasium Laurentianum setzt sich zwei wesentliche Schwerpunkte: Die Umsetzung des Ansatzes „Bildung für nachhaltige Entwicklung" und die Arbeit im Stadtgebiet zur Stärkung der regionalen Identität.

Der historische Weinberg

Der historische Weinberg in der Stadt Arnsberg wird vom „Verein der Freunde der Altstadt" ehrenamtlich betrieben. Seit dem Sommer 2012 ergänzt die Weinberg-AG unserer Schule die Arbeit. Neben der ganzjährigen Pflege der Reben und der sich anschließenden Weinproduktion bis hin zur Abfüllung fallen auch weitere Pflege- und Gartenarbeiten an. Auf dem Gelände befinden sich auch eine Streuobstwiese, eine Kräuterspirale und ein Insektenhotel. Außerdem gehört das ehemalige Feuerwehrmuseum zum Weinberg. Hier werden regelmäßig Ausstellungen präsentiert.

Aufgabenfelder der Weinberg-AG

Die Teilnehmer der AG widmen sich folgenden Aufgabenfeldern:

  • Pflege der Reben
  • Ernte des Weins
  • Produktion des Weins
  • Abfüllung des Weins und der Säfte
  • Pflege des gesamten Geländes
  • Kenntniserwerb Wein/Weinanbau/ Kräuterkunde
  • Pflege und Aufbau der Kräuterspirale
  • Produktion von weiteren Gartenprodukten
  • Pflege und Ausbau des Insektenhotels
  • Repräsentation und Vorstellung beim „Tag der offenen Gärten"
  • Pflege der Homepage

Seit April 2015 übernimmt die Klasse 5 die Verantwortung für den Weinberg. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler an die Grundlagen der Arbeit heranzuführen. Jede/r soll seine eigenen Aufgabenfelder gemäß Interesse finden und hier einen Platz in der Gruppe einnehmen. Möglichst schnell arbeiten die Kinder eigenständig. Zum Ende der Sekundarstufe I lernen die Schülerinnen und Schüler eine neue 5. Klasse an. So wird die Nachfolge gewährleistet. Natürlich darf jede/r auch nach der Sekundarstufe I weiter Teil des Weinbergs sein!

Ziele der Weinberg-AG

  • Die Schülerinnen und Schüler sollen durch ihre Arbeit im Weinberg Handlungs- und Gestaltungskompetenz erwerben. Die Natur erfährt so wertvolle neue Komponenten: Man darf mit Leidenschaft konsumieren, was eigenständig, lokal und biologisch angebaut und gepflegt wurde. So kommen neben der Arbeit im Weinberg zusätzlich Aspekte der Gesundheitserziehung hinzu.
  • Nachhaltiges ökologisches Handeln: Handeln nach Prinzipien der Nachhaltigkeit liegt dem AG-Gedanken zu Grunde: Starre Konsummuster werden gezielt überdacht – Schülerinnen und Schüler, aber auch deren Lebensumgebung, werden angehalten, den Wert von Gegenständen schätzen zu lernen. Dafür wird vor allem im Bereich Ernährung und eigener Anbau ein breites Erfahrungsmuster aufgebaut. Wertvoll behandeln wir weiter unsere Produkte! Säfte, Gelees und auch schlussendlich der Wein, der natürlich nicht von den Schülern konsumiert wird, werden rein biologisch und ohne Zusätze verarbeitet. All dies kann nur funktionieren, wenn wir modern und aktuell arbeiten – uns an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler orientieren.
  • Ökonomie: Die AG unterliegt keinem wirtschaftlichen Wachstumsgedanken, sondern strebt einen konzentrierten Erhalt eines finanziell gesicherten Status an. Die Teilnehmer erhalten so eine Idee von subsistentem Handeln.
  • Soziales: Durch ihre ökologische Ausrichtung ist die AG an sich sozial ausgerichtet. Die Interaktionen der Schülerinnen und Schülern an dem außerschulischen Lernort Weinberg ermöglicht die Fokussierung von sozialem Lernen. Auch inklusive Gruppen können hier in ganz anderen Zusammenhängen gemeinsam arbeiten und erleben neue Lernansätze. Die Kooperation mit dem Altstadtverein erweitert dieses um den regional verankerten Gedanken. Die Teilnehmer/Innen identifizieren sich mit dem Weinberg und übernehmen Verantwortung.

 

Internetseite der AG: www.weinbergag.de