Bielefelder Modell

Eine angst- und störungsfreie Unterrichtsatmosphäre ist unabdingbar für den Lern- und Lehrerfolg. Am Laurentianum gelten dementsprechend folgende Grundregeln:

  • Jeder Schüler/jede Schülerin hat das Recht, ungestört zu lernen.
  • Jeder Lehrer/jede Lehrerin hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  • Rechte und Pflichten von Lehrern und Schülern müssen von allen gewahrt, respektiert und erfüllt werden.

Zur Umsetzung dieser Regeln arbeitet das Laurentianum mit Zustimmung der Eltern und Lehrer/Innen seit 2001 mit dem Bielefelder Modell gegen Unterrichtsstörung.Dies bedeutet in der Praxis, dass der/die Störende auf sein störendes Verhalten aufmerksam gemacht wird, was als erste Verwarnung gilt:

"Was tust Du gerade?"

Dann wird der/die Störende vor die Wahl gestellt, sein Verhalten zu ändern und so im Unterricht zu bleiben oder den Unterricht direkt zu verlassen:

" Möchtest Du bleiben oder gehen?"

Nahezu alle Schüler/Innnen entscheiden sich, im Unterricht zu bleiben. Stören sie nun jedoch erneut, so müssen sie den Trainingsraum aufsuchen, der im SLZ verortet ist. Hier bearbeiten die Schüler/Innnen einen Reflektionsbogen, indem sie ihr Fehlverhalten, dessen Folgen für alle Beteiligten und Möglichkeiten zur Vermeidung benennen. Bei Schwierigkeiten werden sie von der pädagogischen Fachkraft des SLZ unterstützt.


Für Schüler/Innen, die wiederholt stören, gelten folgende Konsequenzen:

3-mal im Bielefelder Modell:
Telefonische Benachrichtigung der Eltern durch Klassenlehrer/In

4-mal im Bielefelder Modell:
Schriftliche Benachrichtigung der Eltern durch Klassenlehrer/In

5-mal im Bielefelder Modell:
Es erfolgt zeitnah ein Erziehungsgespräch mit Klassenlehrer/In, Stufenleiter/In,
Erziehungsberechtigten und Schüler/In. Der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin vereinbart diesen Termin mit allen Beteiligten. Es erfolgt ein Unterrichtsausschluss, bis der Termin stattgefunden hat.

6-mal im Bielefelder Modell:
Klassenleiter/In hält Rücksprache mit dem Schulleiter zur Veranlassung eines schriftlichen Verweises durch die Schulleitung, der in der Schülerakte dokumentiert wird.
Die gestörten Stunden werden im SLZ bzw. OGS nachgeholt. Eine Terminabsprache ist erfolgt, Aufgaben werden von Fachlehrer/Innen gestellt.

7-mal im Bielefelder Modell:
Erziehungsgespräch bzgl. der Androhung des Schulverweises mit Schulleitung, Klassenlehrer/In, Erziehungsberechtigten und Schüler/In.
Nach Vereinbarung dieses Termins mit den Beteiligten erfolgt ein Unterrichtsausschluss des Schülers/der Schülerin, bis das Gespräch erfolgt ist.

Den Schüler/Innen wird das Modell mit Beginn ihrer Schulzeit am Laurentianum erklärt, so dass allen der Ablauf und die Konsequenzen klar sind. Das Modell schafft somit Sicherheit und Vorhersagbarkeit im Unterricht.

Das Bielefelder Modell fördert die Selbstwahrnehmung der Schüler/Innen und eröffnet ihnen die Möglichkeit, ihr Verhalten im Respekt gegenüber der vereinbarten Unterrichtsregeln zu verändern. Das Modell gewährt den Schüler/innen Partizipation und Entscheidungsfreiheit in der Situation.

Die Eltern werden durch die o.g. Maßnahmen als wichtige, unerlässliche Erziehungspartner wertgeschätzt und gleichberechtigt an der Konfliktlösung beteiligt.

Aktuelle Förderangebote

Freitags, 7. Stunde: Latein-Förder
Freiwilliges Angebot für die Stufen 6 und 7
Anmeldungen in den Pausen bei Frau Bohn
 
Dienstags, 7.Stunde: Latein-Vokabelstation
Ebenfalls als freiwilliges Angebot für die Stufen 6 und 7
Anmeldung in den Pausen bei Herrn Koch