Konzept für die Integration der Auffangklassen am Laurentianum Arnsberg

Aus den Erfahrungen der ersten Monate und im Austausch mit anderen Schulen ergibt sich für das Gymnasium Laurentianum folgendes Konzept zur DaZ Förderung von SuS (eine Präsentation im pdf-Format mit weiteren Hintergrundinformationen finden Sie hier):

Die intensiven Deutschkurse der Auffangklassen sind folgendermaßen organisiert:

  • ca. 18 Stunden pro Woche 
  • in Kleingruppen von maximal 12 SuS
  • durchgeführt von wenigen Personen mit enger Absprache der Inhalte
  • gearbeitet wird mit dem Lehrwerk „Beste Freunde" vom Hueber-Verlag, das sich an den GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen) Niveaustufen (A1-B1) orientiert
  • Lektüren werden im Unterricht gemeinsam gelesen oder können von den SuS, auch in Kooperation mit der Bibliothek, ausgeliehen werden
  • der Einsatz der Tablets oder PCs im SLZ (Lernwerkstatt, online learning) ist möglich
  • ergänzt wird das Lehrwerk durch weitere, zum Teil selbst erstellte Materialien

Individuelle Förderung

  • Unterstützung durch außerschulische Personen
  • Unterstützung durch SuS aus Regelklassen (Prinzip Schüler helfen Schülern)
  • Teilnahme am OGS

Kompetenzniveaus der Auffangklassen

  • Der Förderzeitraum in den intensiven Deutschkursen beträgt zwei Jahre und kann bei Bedarf um ein halbes Jahr verlängert werden
  • Zuweisungen der SuS zu einem Kurs entsprechen ihren Sprachkompetenzen. Die Kurse orientieren sich an den GER-Stufen: A1, A2, B1. Die Sprachkompetenzen werden von den DaZ Lehrern durch Beobachtungen und Tests ermittelt.
  • Eine sofortige Zuteilung in Regelklassen hat sich an anderen Schulen als problematisch herausgestellt.
  • In einer Klassenkonferenz entscheiden die Lehrerinnen und Lehrer nach Absprache mit der Schulleitung über eine feste Einteilung in eine Regelklasse oder einen Wechsel an eine geeignete Schulform (Kooperation mit anderen Schulen)
  • generelle Aufteilung in zwei Gruppen (AK I und AK II):

AK I

  • Einführung in die deutsche Sprache und das deutsche Schulsystem: Erwerb erster Kenntnisse im Bereich der Niveaustufe A1 sowie Erlernen der Schriftsprache.
  • Unterricht: Deutsch, Sozialtraining, Sport, Kunst/Musik, Mathematik
  • Es findet noch kein Unterricht in den Regelklassen statt, jedoch sollen die SuS ermutigt werden, an außerschulischen Angeboten teilzunehmen (AG, etc.)
  • Mangelnde Deutschkenntnisse = Verbleib in AK I oder Wechsel an eine geeignete Schulform

AK II

  • Vertiefung und Erwerb von Kenntnissen im Bereich der Niveaustufen A2-B1.
  • Unterricht: Deutsch, Sozialtraining, Kunst/Musik, Mathematik (Förderunterricht)
  • Darüber hinaus leistungsdifferenzierte Zuordnung zu Fachunterricht in den Regelklassen mit dem Ziel einer kompletten Integration (Drehtürmodell)

Danach:

  • Integration in eine Regelklasse oder Wechsel an eine geeignete Schulform
  • Unterricht: Teilnahme an der vollständigen Stundentafel einer Regelklasse
  • Zusätzliche Förderstunden von Fachlehrerinnen und Fachlehrern, in denen die Inhalte des Unterrichts der Regelklasse inhaltlich und sprachlich aufgearbeitet werden

Leistungsbewertung

  • Rückmeldungen für die SuS über den jeweiligen Sprachentwicklungsstand durch Gespräche und bewertete Tests durch Lehrerinnen und Lehrer
  • Am Ende des jeweiligen Halbjahres erhalten sie Textzeugnisse über ihren Leistungsstand und ihre Mitarbeit, sofern eine Beurteilung bereits möglich ist
  • Für alle Fächer der Regelklasse erhalten die SuS eine Zeugnisnote, wenn ihre Leistungen ausreichend oder besser sind. Sollten ihre Leistungen den Anforderungen noch nicht im gewünschten Maße entsprechen, erhalten sie auch in diesen Fächern Textzeugnisse
  • In einer Sprachersatzprüfung, die durch die Schule angemeldet werden muss, können sie die erste Fremdsprache (Englisch) durch ihre Muttersprache ersetzen
  • Sprachlich bedingte Erschwernisse des Lernens müssen angemessen berücksichtigt werden
  • die Klassenkonferenz als Versetzungskonferenz kann trotz Nichterfüllung der Anforderungen versetzen gemäß der Prognoseklausel (§7 Abs. 4 AO-GS, §21 Abs. 3 APO-SI)
  • einen Nachteilsausgleich für SuS mit Zuwanderungsgeschichte gibt es in NRW nicht

Elternarbeit

  • Regelmäßiger Kontakt zu den Eltern/Erziehungsberechtigten erfolgt u.a. über Paten und gesonderte Elternsprechtage
  • Übersetzungshilfe bietet die Organisation „Neue Nachbarn Arnsberg" an

Aktuelle Förderangebote

Freitags, 7. Stunde: Latein-Förder
Freiwilliges Angebot für die Stufen 6 und 7
Anmeldungen in den Pausen bei Frau Bohn
 
Dienstags, 7.Stunde: Latein-Vokabelstation
Ebenfalls als freiwilliges Angebot für die Stufen 6 und 7
Anmeldung in den Pausen bei Herrn Koch