Schüleraustausch im Rahmen der Chinesisch-AG
Auf in den Schnee bei der Jochgrimmfahrt der Jahrgangsstufe 9
"Die Apokalypse - Wer wird überleben?": Aufführung des Literaturkurses in der Kulturschmiede
Kunst in den Fluren: Lehrerportraits
Die Weinberg-AG im Einsatz
Die erfolgreiche Tennismannschaft des Laurentianums

Mitwirkende: Volker Fleige, Hubert Luig, Klaus Ullrich, Paul Kissmer

Es geht um Macht. Es geht um Religion. Vor allem geht's um Geld. Luthers Reformation vor 500 Jahren wurde bestimmt von wechselnden Allianzen und Verflechtungen von Kirchengeschichte, Politik und - Wirtschaftsgeschichte. In „Wer kein Geld hat, dem hilft nicht, dass er fromm ist.“ geht es um den Missbrauch von Luthers Lehren für wirtschaftliche und machtpolitische Ziele. Das Sagen hatten nicht Kaiser, Papst und Fürsten, sondern Jakob Fugger, in dessen Bankgeschäfte alle verstrickt waren.

Mit seiner Bibelübersetzung prägte der ausgebildete Jurist und Mönch Martin Luther entscheidend die volksnahe, hochdeutsche Sprache. Als Reformator ist er in die Geschichte eingegangen. Doch Luther ist weniger Drahtzieher. Im Mechanismus von Macht und Ausbeutung wird er zum Spielball der Interessen von Papst, von Jakob Fugger, dem Augsburger Handelsherrscher, und des Fürsten Friedrich III. Von Sachsen.

Wer meint, Luther wäre in seinen Entscheidungen frei gewesen, der wird hier eines Besseren belehrt: Luthers 95 Thesen gegen den Ablasshandel waren nicht in der Absicht verfasst worden, eine Revolution anzuzetteln oder gar, um eine neue Kirche zu gründen. Luther verfolgte keinerlei politische Absichten, wollte mit seinen Thesen nur einen wissenschaftlichen Diskurs herbeiführen.

Dass er damit die Reformation auslöste und in der Folge den Bauernkrieg, lag daran, dass die drei Mächte – Papst, Kaiser, Kurfürst – ihn für ihre Zwecke instrumentalisierten. Der eigentliche Motor ihres Handelns war jedoch Jakob Fugger, hatten doch alle bei der Fugger-Bank Schulden und waren wirtschaftlich von ihm abhängig. Es sind die ökonomisch-politischen Interessen der Kirche und der Fürsten, die die Bewegung der Reformation wenn nicht begründeten, so doch maßgeblich formten.